Kuriositäten

 

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ohne Worte

Kommunistenwhisky

Es war irgendwann während der letzten Jahre des Ostblocks. Kommunistische Führer, die immer schon wussten, was (für sie) gut war, wollten unbedingt guten Whisky. Allerdings ohne durch Großeinkäufe den bösen Westen zu unterstützen. Daher die Idee, den edlen Stoff einfach selbst zu produzieren. Getreide gab’s genug, also wurde eine Destillerie in der damaligen Tschechoslowakei errichtet. Um es stilecht zu machen, wurde auch lastwagenweise Torf aus Schottland herangekarrt. Allein Glasnost und Perestroika machten den Planern einen Strich durch die Rechnung. Nach dem Wegfall des Eisernen Vorhanges interessierte sich niemand mehr für Ost-Whisky und die Geschichte wurde vergessen. Bis jetzt. Aus den wiederentdeckten Lagern wird nun fleißig abgefüllt und das Destillat auch zu Wettbewerben geschickt, wo es nicht mal schlecht bewertet wird. Wer sich selbst davon überzeugen will:  unter dem Namen „Hammer Head“ findet man im großen Netz die eine oder andere Abfüllung im Verkauf

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Whiskey aus der Waschmaschine

Die Produktion von Bourbon dauert im Vergleich mit schottischem Single Malt nicht besonders lange. Nach zwei Jahren ist der amerikanische Durchschnittswhiskey schon fertig (die hochwertigen älteren Abfüllungen lassen wir hier mal außer Acht). Aber sogar dieser zwei Jahre sind den Produzenten noch zu viel und der Grund für merkwürdige Praktiken.

Ein Whiskeyproduzent in Cleveland schafft es, ein Bourbon ähnliches Getränk in nur wenigen Tagen herzustellen. Besichtigen darf man seine technischen Einrichtungen dafür nicht, aber der Beschreibung nach handelt es sich um eine Art große Waschmaschine, in der das Destillat mit vielen Holzspänen unter hohem Druck herumgewirbelt wird. Wahrscheinlich im Schleudergang, daher ist das Ganze auch nach ein paar Tagen schon fix und fertig. Das echt Schlimme an der Geschichte ist, dass die Nachfrage nach „Cleveland Whiskey“ angeblich viel größer ist, als die Produktion hergibt und der Hersteller jetzt schon an eine Ausweitung seiner Kapzitäten denkt. Na ja, so lange das Zeugs auf der anderen Seite des Atlantiks bleibt…

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