Ardbeg 8 – For Discussion

Jung und mächtig soll er sein, aus einem anderen Universum stammen, und er soll für Diskussionen sorgen. Erstmal nur für Ardbeg Committee Mitglieder zugänglich, ist es ein 8-jähriger Ardbeg mit 50.8%. Die Auflage war offenbar groß genug, dass man nach anfänglichen Schwierigkeiten der österreichischen Webseite, die Abfüllung auch noch am nächsten Tag problemlos bestellen konnte.

Die offiziellen Verkostungsnotizen wollen wir vorerst einmal hintanstellen und bereiten den Gaumen mit einem AnCnoc Peatheart vor. Diese Abfüllung der Knockdhu Destillerie ist mit etwa 40ppm Phenolgehalt der Gerste etwas weniger getorft als der typische Ardbeg und kommt mit 46% sehr mild und weich am Gaumen an.

Dann endlich ist der Ardbeg 8 im Glas.

Statt einer allgemein gehaltenen Zusammenfassung wollen wir den Testern im Club hier Raum geben, ihre jeweiligen Eindrücke mit eigenen Worten zu beschreiben. Gleich hier im Anschluß in den Kommentaren zu diesem Beitrag.

7 Replies to “Ardbeg 8 – For Discussion”

  1. Danke auch von mir an Alex für die Spende – für mich Anfangs auch recht typischer Ardbeg-Rauch, jedoch auch etwas medizinisch, dann Vanille.

    Vom Geschmack her für micht nicht scharf – das Glas ist jedoch länger gestanden, Vanille, etwas Karamell, Gewürznoten – Minze, etwas Pfeffer

    Abgang rauchig, Süße von Sherry bzw. Schoko

    Fazit: was eigenes- ich muss ihn nochmals in Ruhe versuchen – gefällt mir aber nicht schlecht für 8 Jahre.

  2. Nach dem ich am besagten Abend als Ardbeg Fan doch etwas enttäuscht vom Ardbeg 8 for Discussion war, hab ich mir heute nochmal die Zeit genommen gemütlich diesen Whisky für ca 10 Min stehen zu lassen und danach zu genießen. Hier könnte ich dann auch me leichte Süße wie Caramel riechen und schmecken, welches recht schnell in rauchendes nasses Holz übergeht. Auch wenn ich hier noch nach wie vor noch den “künstlichen” Aspekt vom ersten Mal rieche und schmecke. Dieser dürfte meiner Meinung nach am ehesten geruchstechnisch einem leicht harzenden Lärcherlzapfen ähneln, im Gaumen dann mit Minze und Menthol Geschmack Erinnerungen an After Eight und Munderfrischer aufkommen lassen, ev. mit etwas Pfeffer auf der Zunge, was nicht unbedingt meinen Geschmack trifft. Im Abgang nimmt er dann wieder einen Ardbeg-typischen leicht rauchig speckigen und lang anhaltenden Geschmack ein. Meiner Meinung für 8 Jahre ok, allerdings keine Konkurrenz zu der Standard Range und nur für Liebhaber von dem Minz/Menthol/Nadelholz Geschmack interessant.

  3. Definitiv Danke an Alex an der Stelle!

    Geruch: Holzkohle, Vanille und ein Hauch von Sherry

    Gaumen: Pfeffer, Toffee, Holzkohle und Gewürze

    Nachklang: Sherry, Salzkaramell und Holzkohle

    Für mich ist die Abfüllungen definitiv gelungen!

  4. Ardbeg 8 age
    Erstmal ein Danke an Alex!

    Nase: Erinnert mich an Desinfektionsmittel, nach längerem
    stehen kommt leicht hölzerner Geruch.

    Geschmack: Alkohol stark im Vordergrund, für mich schwer eine
    Geschmacksrichtung zu erkennen. Ja,eine leichte Süße

    Abgang: Recht kurz, mit viel Fantasie kommt ein hauch von
    Ardbeg.
    Auf keinen Fall Wasser dazu geben! Dann bricht er weg.
    Ich denke ein paar Jahre länger im Faß hätten nicht
    geschadet.

  5. Vorab danke an Alex für die Spende! Es war die Rettung des Abends!

    Mein persönlicher Eindruck:

    Nase: Kommt am Beginn sehr medizinisch und moschusartig rüber, vergeht aber völlig nach einiger Zeit und weicht einer vanillig holzigen Süße

    Gaumen: Frisch im Glas besticht nur der Alkohol an dem ein herber ungestümer Geschmack haftet. Später ändert sich der Schwerpunkt auf eine untypisch malzige Süße, der Alkohol bleibt leider uneingebunden bestehen

    Nachklang: kurz, unreif jedoch schmeichelhaft süß. Habe es nicht gewagt Wasser hinzu zu fügen trotz der fast 51°

    Mein Fazit: Wenn nur 8jähriger drin wäre, scheint er mir zu früh in die Flasche gefüllt worden zu sein.
    Oder die Mischung der Fässer ist leider unausgewogen und hinterlässt noch keine typische Ardbegqualität

  6. Beim Clubabend im warmen Innenhof kam er mit BBQ aus altem Buchenholz und Torf ganz typisch daher. Beim ersten Schluck waren sofort Vanille aber auch Sherry Fass im Vordergrund. Nicht scharf lässt er sich gut genießen und bringt immer mehr unterschiedliche Seiten hervor. Schade dass er zu schnell wieder weg ist.
    Beim zweiten Mal zu Hause kam auch noch der jodige Gruß vom Nachbar und Schokolade schön im Abgang hervor.
    Ideal für alle denen der 10y oder Wee Beastie zu aggressiv sind.

  7. Es fehlt der Stallgeruch. Stattdessen ein jodiger Ton und leichter Rauch – verbrannter Toast beim Zahnarzt? Dann eine Parfumnote, leicht herb, männlich, aber kein Fenchel oder Koriander wie in den offiziellen Beschreibungen.
    Am Gaumen eine angenehme leichte Schärfe, Pfeffer vielleicht, oder eher kräftige Minze, die erfrischt.
    Im Finish vergeht der Rauch langsam, es ist lang und – leider – süßlich anhaltend. Viele Ardbeg-Freunde mögen das, meines ist es definitiv nicht. Ardbeg Scorch war und ist absolut willkommen hier, aber der 8-jährige darf von mir aus gerne auch in seinem Universum bleiben.

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