A wee trip to Scotland – Day4

Bevor wir heute von Islay wieder abreisen, wollen wir noch einen schnellen Besuch bei der gerade entstehenden Port Ellen Destillerie machen, für deren Aufbau Diageo als Eigentümer eine Menge Geld ausgibt. Und wir werden nicht enttäuscht. Die mächtigen Brennblasen sind bereits eingebaut und wir sind rechtzeitig hier, um sie noch von außen sehen zu können, bevor das Gebäude zugemacht wird. Obwohl das gesamte Gelände noch richtig Baustelle ist, hat man das Gefühl, dass hier etwas weitergeht und in Kürze eine moderne Destillerie in Betrieb gehen wird.

Apropos modern: während in vielen Städten die Ladestationen für eAutos erst im Entstehen sind, gibt es sie in Port Ellen auf Islay offenbar schon ewig 🙂

Wir schaffen es wieder den letzten Platz auf einer früheren Fähre zu bekommen und sind so bereits mittags am Weg nach Kilmartin. Dieser Ort und das umgebende Tal sind eine der bedeutendsten historischen Gegenden Schottlands. 4000-5000 Jahre alte Steinmonumente, Relikte aus der Dalriada-Epoche, Burgen und Gräber von Tempelrittern sind dort zu finden. Wir besuchen die Nether Largie Standing Stones und rätseln wie tausende Besucher vor uns, wozu diese komplexe Anordnung von Steinen wohl gedient haben mag.

Ein paar Kilometer weiter halten wir erneut, dieses Mal ist der Friedhof von Kilmartin der uns interessiert. Hier wurden Gräber von Tempelrittern entdeckt und die kunstvoll gestalteten Grabplatten können hier aus nächster Nähe besichtigt werden.

In Oban angekommen zieht es uns gleich in den Hafen, und zwar um die Ecke, hinter das große Pub, wo ein schmuddliger kleiner Stand die besten Meeresfrüchte anbietet. Egal ob frische Austern, Muscheln in Weißweinsauce, Scampi mit Koblauch oder einfach ein Lachs-Sandwich – es gibt viel aus dem Meer für wenig Geld.

Etwas mehr Geld müsste man wohl auf den Tisch legen, um diesen alten Morgan zu bekommen, der hier so selbstverständlich mitten am Gehsteig parkt – ein kleines Vorrecht für alten Luxus.

Die Oban Destillerie ist wie immer mit Touristen geflutet, Wir beschränken uns auf einen Kurzbesuch im Shop und finden dort die Destillers Edition der Classic Malt Serie – und zwar komplett – das ist selten, denn zumindest eine davon ist meist gerade nicht erhältlich.

Das war es dann auch schon wieder und wir machen uns auf den Weg nach Fort William, wo uns das Caledonia Hotel schon erwartet. Die Zimmer sind einfach, die Bar ist ausbaufähig und die übrigen Gäste sind eine Pauschalreise-Busgruppe. Die vom Rezeptionisten angekündigte Live-Folk-Sängerin entpuppt sich als ältlicher männlicher Schlagerfuzzi mit Tom Jones- und Neil Diamond-Schnulzen im Programm, der schon mal bessere Zeiten gesehen hat – erinnert ein wenig an Rimini…

Trotzdem, es war ein guter Tag.

3 Replies to “A wee trip to Scotland – Day4”

  1. Super Fotos, interessante Reise und wunderbar geschrieben! Ich freue mich jeden Tag schon auf den nächsten Bericht. Bitte noch möglichst lange weiter so.

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