2012

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23.November                  20 Jahre PotStill – Großes Jubiläumstasting

Der Bericht mit einigen Bildern der Herbstverkostung mit über 45 Abfüllungen anlässlich des 20jährigen Jubiläums des Whiskyshops

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14.Juli                                10.Vienna Highland Games

Die Jubiläumsspiele der Vienna Highlanders aus der Sicht des IWCA in Wort und Bild

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4.Mai                                  Frühjahrstasting

Neuerscheinungen muten etwas seltsam an in der Whiskywelt. Sucht man hier doch eher nach alten Raritäten. Die unabhängigen Firmen sind es, die immer wieder mal frischen Wind in die Szene bringen mit unkonventionellen Abfüllungen und manchmal sind auch konservative Destillerien für eine Überraschung gut. Die Teilnehmer unserer Frühjahrsverkostung waren begeistert.

Am Beginn stand mit der Blackadder-Abfüllung „A drop of Irish“ ein gar nicht so harmloser Einstiegswhiskey mit immerhin 46%. Dem Credo von Blackadder folgend – also keine Külfiltrierung und keine Färbung – erwies sich dieser „Blend“ als kräftig-vanillig in der Nase und hinterließ einen leicht malizigen Eindruck am Gaumen.

Als Übergang zu den schottischen Malts wurde auch noch der relativ neue Green Spot probiert, der als einziger irischer Whisky im PotStill-Verfahren hergestellt wird. Schon sein Vorgänger war 2003 zu besten irischen Whiskey gekürt worden und auch diese neue Version mit 40% besticht durch aromatische Süße und getoastetes Holz.

Es war uns eine besondere Freude, eine Ankündigung, die wir schon 2008 erstmals gemacht hatten, heuer endlich verwirklichen zu können. Damals wurde der Fund einer Kiste Mackinley in der Antarktis, die dort von der Shackleton-Expedition 1908 zurück-gelassen werden musste, ausgiebig kommentiert. Richard Paterson setzte dann ja alle Hebel in Bewegung um zu einer dieser alten Flaschen zu kommen, um ihren Inhalt „nachzubauen“. Seine andächtige Pose beim Auspacken dieses Schatzes ist ja auf Youtube schon vor längerer Zeit zu bewundern gewesen.

Press video for return of 100 year old Shackleton whisky to Scotland

Ende 2011 war es dann soweit, die Replika war fertig und unser Frühjahrstasting war jetzt die richtige Gelegenheit diese Mischung aus Glen Mhor (wie das Original) und Dalmore mit 47.3% zu verkosten. Ein dumpfes „Altel“ (wie man beim Wein sagen würde) dominiert anfangs in der Nase, macht aber rasch reifen Früchten (Apfel/Birne) Platz und hinterlässt einen scharf-würzigen Nachklang am Gaumen. Das alles verdankt er wohl dem etwas höherem Alkoholgehalt; ohne dessen Stütze wäre der Whisky wohl etwas flach geblieben.

Springbank hat nach längerer Zeit wieder einmal ein echtes Highlight geliefert. Als „Rundlets & Kilderkins“ – übrigens alte Fassgrößen mit 60l bzw. 80l Inhalt – gibt es jetzt eine 10jährige Geschmacksbombe, die ihre 49,4% nicht versteckt. Trockenfrüchte in der Nase, ölige Süße am Gaumen und einen maritimen, leicht rauchigen Abgang – das macht diesen Whisky richtig gut – absolute Kaufempfehlung um ca. € 66,- im Fachhandel, z.b. Potstill in Wien

William Wemyss konnten wir schon letztes Jahr im Rahmen der großen PotStill-Herstverkostung kennenlernen. Seine Vorliebe für Whiskybezeichnungen, die sich am Geschmack anstatt der Herkunft orientieren, hat er auch diesmal konsequent beibehalten. „Smoke on the Seashore“ ist ein Bowmore mit 46%, von dem es nur 238 Flaschen gibt. Der ideale Einsteiger für den rauchigen Teil unser Verkostung: salzige Butter, rauchiges Holz, nasse Steine und das alles gemischt mit wildem Honig…

Kilchoman wird ab jetzt jedes Jahr eine Abfüllung unter der Bezeichnung Machir Bay herausbringen. Der erste Vertreter dieser Serie besteht überwiegend aus 3jährigem, zu einem guten Teil aus 4jährigem und Spuren von 5jährigem Malt. Alles im Bourbon Fass gereift, wobei der 4jährige noch ein Finish im Oloroso-Fass bekommen hat. Alles zusammen mit 46% abgefüllt ergibt erdigen Torf in der Nase, Vanille und tropische Früchte mit einem streng phenolischen Ende.  Kilchoman wird immer besser…

Den Abschluß bildete der aktuelle Octomore. Ein Monster mit 167ppm Phenolgehalt und 61% Alkohol, das sich zwar nicht gerade wie ein Lämmchen, aber auch keinesfalls wie erwartet verhält. Entweder haben wir Menschen keine Sensoren für Phenolstärken dieser Kategorie, oder wir haben uns einfach schon daran gewöhnt 😉   Gereift in Bourbonfässern mit einem Finish in Sauternes-Fässern des Weingutes Chateau d’Yquem bringt diese „Comus“ genannte Abfüllung eine keks-artige Süsse mit. Dicke Früchte (Marillen?) am Gaumen wechseln sich ab mit verbranntem Gras und übrig bleiben medizinische Töne – lang und torfig.  Der beste Octomore since ever,  sic (!)

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17.März                             St.Patricks Day.

Irland liegt von Islay ja nur etwas über 30 Meilen entfernt und außerdem sehen wir das alles nicht so eng. Daher ist ein irischer Feiertag genauso willkommen, um Uisge Beatha in der Welt zu verbreiten :-). Ein Zelt auf dem Färberplatz und den ganzen Tag über Events, perfekt organisiert von Harry Kovacs und seinem Molly Malone Team. Auf der Bühne wechselten sich mehmals  irische Tänzer mit den Models für Kiltmode.

Irish Dance Trailer 2012

Das IWCA beteiligte sich mit einem kleinen Stand an dem Whisky-Dart gespielt wurde. Die Preise konnten sich sehen (oder besser schmecken lassen): Irische Malt Whiskeys von der milden Sorte bis hin zu heftig getorften Abfüllungen in Fassstärke. Durch das Programm führte Mag. Markus Renger, besser bekannt als Gonzo, der auch mit dem IWCA ein kurzes Interview führte. Am Abend ging es dann mit Hard Rock bis zur (frühen) Sperrstunde um 22:00. Hier die Bilder dazu…

 

27.Jänner                         Burns Supper.

Unser diesjähriger Abend im Grazer Schlossbergrestaurant zur Ehre des schottischen Barden war durch einen erstmals klassischen Ablauf gekenneichnet. Nach einem Whiskyaperitiv, der Begrüssung und dem Selkirk Grace wurde das 4gängige Menü – entworfen von Starkoch Christof Widakowitch – immer wieder durch Rezitationen aus dem Werk Robert Burns‘ unterbrochen 🙂 Erstmals von Hans Labler ins Steirische übersetzt, konnten einzelne Gedichte dargeboten von Karl Menrad ihre volle Kraft entfalten, einige Anekdoten aus dem Leben halfen mit, die ewige Erinnerung an Robert Burns weiterzutragen und die Musik von Erich K., unterstützt vom bewährten Piper, Helmut „McSchuly“ Schulhofer erzeugte die dazu notwendige Stimmung. Nach dem Dessert war dann körperliche Aktivität angesagt und alle Teilnehmer übten sich nach einer kurzen Einweisung in schottischen Tänzen. Die Whiskyauswahl – in bewährter Form von Diageo Austria vorgenommen – half hier natürlich ein wenig mit. Genug der Worte, hier gehts zu den Bildern…