2010

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August 2010                  8. Steirische Highland Games – Das dritte Augustwochenende war wieder reserviert für die steirischen Highlandgames. Als Schauplatz diente der Lippizzanerfranzl in Heiligenkreuz am Waasen. Samstags waren die Teambewerbe angesetzt, am Sonntag gab es noch eine Demonstration der Original Games sowie unterhaltsame Kinder-Highlandgames.  Zu den Bildern…

 

Juni 2010                       Whisky & Musik  –  Gandalf im Whiskymuseum. Am 26. Juni war es soweit und eine große Abordnung des IWCA pilgerte nach Steyregg ins Whiskymuseum. Im Kilt- und Cluboutfit passend gekleidet, erwartete uns ein echtes Highlight in diesem Sommer. Zu den Bildern…

Das IWCA durfte über ein Drittel der 70 Tickets verfügen und so machten sich am letzten Junisamstag mehr als 20 Mitglieder aus der Steiermark, Kärnten und Wien auf den Weg nach Steyregg. Dort gab es Gelegenheit für eine Besichtigung der nicht nur in Österreich einzigartigen Sammlung seltenster Decanter und Whiskyflaschen. Nach einem Begrüssungdram begann das Konzert pünktlich um 20:00. Gandalf, der in Begleitung seines Sohnes (Percussion) und einer Cellospielerin gekommen war, gab einen Querschnitt seiner Werke aus den letzten 10 Jahren. Mit dabei auch Stücke, die in Europa noch nicht veröffentlicht worden waren. Erinnerungen kamen wohl bei jedem auf, der Gandalf schon in den 1980er Jahren erstmals gehört hat. Hier eine Gandalf Hörprobe:

Gandalf Sanctuary Tour 2009

Die Whiskies waren schon vorab vorbereitet in kleinen Probebechern auf die Plätze verteilt worden. Nach Anweisung füllten wir sie dann jeweils in die Tastinggläser um. Damit war der „richtige“ Whisky zu jeweiligen Stimmung garantiert. Mit einer kurzen Pause und etlichen Zugaben war das Konzert um 22:30 zu Ende und die Zeit wie im Fluge vergangen. Die meisten Teilnehmer übersiedelten in den Clubraum, wo nicht nur exklusive Schreibgeräte ausgestellt waren, sondern auch die Bar mit feinen Single & Blended Malts wartete. Der Hausherr beendete das Treiben großzügigerweise erst um 02:00 morgens und wir verbrachten die kurze Nacht in einem ruhigen Hotel im tiefen Wald…

 

Mai 2010                            Clubreise nach Islay. Unsere Reise dauerte neun Tage und war fast durchgehend von schönem Wetter begleitet. Trotz einiger Widrigkeiten verursacht durch British Airways hatten wir eine sehr schöne Zeit und können nun von vielen Erlebnissen berichten.

Das jährliche Festival für Musik und Malt(whisky) auf Islay hatte schon lebhaftere Zeiten und größeren Andrang erlebt.  Dabei war das IWCA so zahlreich wie noch nie zuvor auf die Insel gereist. Mit Christina, Dolly, Karin und Nassim war der Damenanteil rekordverdächtig und die Herren Alexander, Ekkehard, Gerald, Kurt, Rainer und Manfred waren zum Teil ja Wiederholungstäter. Die Bilder vom Samstag

Nach der, Dank British Airways, zum Teil mühsamen Anreise stellte sich das Fest bei Bruichladdich am Sonntagnachmittag gleich als einer der Höhepunkte dar. Dort wurde alles aufgeboten, was dazu gehört: ein strahlend blauer Himmel, die Islay Pipe Band, Highland-Tänzerinnen, gälischer Gesang, Robin Laing mit seinen Balladen auf der Gitarre,  Cocktails auf Whiskybasis, jede Menge Drams und letztlich sogar James McEwan…Die Bilder vom Sonntag

Am Abend war das Gathering der Friends of Laphroaig natürlich Pflicht. Die Gummistiefel – zusammen mit eigens entworfenem Glas und Whiskyminiaturen in Taschen gepackt– waren nach Ländern geordnet und wurden von den 300 FOL’s begeistert angenommen. Dann ging es im Gänsemarsch auf eine etwa 40.000 Squarefoot große Wiese, von der mittlerweile über 400.000 Squarefoot an die Friends verkauft und gegen eine jährliche Pacht von einem Whisky wieder zurückgemietet werden. Wie schafft das Laphroaig nur?

Eine kühle Brise und leichtes Nebelreissen verstärkte bei allen das Verlangen nach der Cairdeas Spezialabfüllung und die eigens für diesen Tag  verpflichteten Familienangehörigen der Laphroaig Teams kamen mit dem Ausschenken kaum nach. Eine kurze Rede, einige Fotos und das war es auch schon. Weiter ging es in einer der Lagerhallen mit einem echten Ceilidh, also Musik, Tanz, Getränken und dem Knüpfen internationaler Kontakte zu Gleichgesinnten.

Die lokale Gerüchtebörse hatte uns informiert, dass in Bunnahabhain entgegen der Absprache aller Destilleriemanager bereits am Montag mit dem Verkauf der eigenen Festivalabfüllung begonnen wurde. Da einige von uns ohnehin in der Nähe wohnten, fuhren wir gleich morgens hin. Kein Problem unsere Flaschen zu bekommen, dazu noch ein Vormittagsdram und wieder dieser herrlich blaue Himmel.

Nachmittags Caol Ila. Die Zufahrt zur Destillery war gesperrt, dafür war ein eigener Shuttleservice von Ballygrant aus eingerichtet worden. Allein, es fehlte an Besuchern. Zwar herrschte ein ständiges Kommen und Gehen, aber Drängerei gab es keine. Die Feis-Ile Abfüllung war kontingentiert – eine pro Besucher – aber selbst um 16:00 konnte man seine Flasche noch ergattern. Wir hatten uns für eine Warehouse-Demonstration angemeldet und viel Spaß dabei, Fässer zu entkorken…Die Bilder vom Montag

Eine Wanderung zu den Klippen nahe dem Mull oft Oa genügte anderntags, um unsere Köpfe auszulüften. Die Kultur kam mit einem Besuch des Kildalton Cross auch nicht zu kurz. Laphroaig zeigte sich extrem großzügig am eigenen Tag. Whiskyproben aller gängigen Abfüllungen wurden ausgeschenkt, und Graham Harvey, Autor von „The Whisky Kitchen“ und Restaurantbesitzer, demonstrierte vor Publikum nicht nur was man aus Blutwurst, Jakobsmuscheln und Laphroaig so machen kann, sondern wir durften das Ergebnis auch gleich probieren. Die Bilder vom Dienstag

Apropos Ardbeg – am nächsten Morgen ging es wieder früh hinaus. Treffpunkt war der Parkplatz in der Destillerie, wo schon Jim, unser Bergführer, auf uns wartete. Ausgerüstet mit großer Umhängetasche stapfte er mit uns die Hügel gegenüber hinauf. Airigh nam beist, eine der Quellen Ardbegs war unser Ziel. Immer schneller wurde das Tempo, je höher wir hinaufkamen. Die ersehnte Belohnung aus der Umhängetasche trieb uns vorwärts. Endlich erreichten wir Solam, ein ehemaliges Dorf, dessen Bewohner alle an der Pest verstorben waren. Als makaberen Ausgleich zauberte Jim frische Austern aus seiner großen Tasche, die wir mit Rollercoaster, Supernova und Uigeadail würzten…

Nachmittags sind wir in Bowmore, um den Tag der offenen Tür dort zu genießen. Wir sind erstaunt, nichts ist los, es herrscht gähnende Leere. Nur ein Raum, gleich hinter dem Shop ist vorbereitet, Verkostungsraum und Minimuseum zugleich. Die Mitarbeiter sind vorwiegend am Umsatz interessiert. Eine Dreier-Probe aus irgendeiner Edition kostet umgerechnet mehr als € 25,- bei einem Einzelflaschenpreis von ca. € 100,-. Statt wie üblich einer gibt es insgesamt vier(!) sogenannte limitierte Festival-Abfüllungen – als Sammler käme da man schon ins Schwitzen und als Festivaltourist fühlt mach sich leicht abgezockt. Die Bilder vom Mittwoch

Donnerstag ist unser Großkampftag. Die Unsitte, dass viele Besucher die limitierten Festivalabfüllungen nur kaufen, um sie dann möglichst gewinnbringend über eBay wieder zu verkaufen, zerstört die ursprüngliche Idee des Festivals und hat Schlafentzug zur Folge. So stellen wir uns wie viele andere schon um 06:00 morgens in Kilchoman an, um einige der besonderen Flaschen zu bekommen. Um 09:30 sind es bereits mehr als 300 Menschen, die sich um die 250 angekündigten Flaschen buhlen. Eine Stunde später sieht man glückliche und enttäuschte Gesichter.

Wir aber müssen zurück, die anderen abholen und dann zu Laphroaig. Ein spezielles Tasting erwartet uns. Alle bisherigen Cairdeas-Abfüllungen und natürlich auch die diesjährige Festivalabfüllung sind dabei. Wir sitzen im FOL-Clubraum und Vicky, Laphroaig Brand Ambassador, erkärt uns die Feinheiten dieser Single Malts.

Für den Abend hatte David, der Besitzer des Ballygrant Inn, uns ein spezielles Whisky-Dinner vorbereitet. In dem vier-gängiges Menü sind alle Gerichte mit Single Malt verfeinert. Nach dem Dessert war ein Gast angekündigt, der mit uns eine besondere Verkostung durchführen sollte. Es war – und sie hatte sich noch am Vormittag mit keinem einzigen Wort verraten – Vicky. Was sie mitbrachte konnte sich sehen oder besser schmecken lassen: Laphroaig in Fassstärke und dazu die 25jährige und die 30jährige Abfüllung. Vicky machte klar, dass sie normalerweise bei Tastings nie selbst mittrinke. Für diesen Abend aber hatte sie sich extra ihren Freund als Fahrer mitgenommen, denn solche Abfüllungen bekommen auch Laphroaig-Mitarbeiter höchst selten auf die Zunge. Die Bilder vom Donnerstag

Am Freitag kamen wir spät nach Bunnahabhain. Zu spät für die berühmten Burger, die mittags vom Islay-Schwimmteam dort gebraten werden. Ausgeschenkt wurde der 12jährige Single Malt und die Black Bottle, die jetzt eigentlich Green Bottle heißen müsste, nachdem die Produktion des 10jährigen Blends in der schwarzen Flasche eingestellt worden war. John McLellan, der langjährige Manager hat die Destillerie verlassen. Der aktuelle Produktionsstopp dort, die unsichere finanzielle Zukunft nach der Pleite des ursprünglichen Eigentümers und die Handlungsunfähigkeit des neuen Interim-Besitzers, der mit einer schottischen Whiskybrennerei nichts anfangen kann, haben ihn dazu bewogen. Kein Nachfolger ist in Sicht und dementsprechend auch die Stimmung in Bunnahabhain.

Eine Halle voll mit Ständen an denen lokale Produkte angeboten wurden und die Folkrock-Gruppe Skerryvore schafften es trotzdem, die Gäste zu unterhalten und einige sogar zum Tanzen zu bringen.  Für uns bleibt es ein ruhiger Nachmittag, schließlich wollen wir abends unseren Abschied von der Insel und unseren Freunden hier im Ballygrant Inn feiern. Dort ging es dann auch hoch her. Geburtstagsfeier von Einheimischen, in unserer Runde ein Hochzeitstag, dann ein Dart-Wettbewerb Männer gegen Frauen  (den diese auch eindeutig für sich entscheiden), alles ist ein Grund für ein Glas Whisky. Das ging soweit, dass David uns sicherheitshalber selbst in Gruppen  nach Hause brachte, kurz bevor die Sonne wieder aufging…Die Bilder vom Freitag

Samstag war für die meisten von uns der Tag des Abschieds von der Insel. Zuerst hieß es aber noch an Ardbegs traditionellem Tag der offenen Tür teilzunehmen. Das Wetter hatte gedreht, gerade so als ob uns die Insel schon loswerden wollte. Es nieselte ständig, und ein kalter Wind ließ die etwa 200 Ardbeg-Besucher frösteln. Für eine kleine Eintrittsgebühr gab es ein Glas in neuem gewöhnungsbedürftigem Design und Gutscheine, die man entweder für  Whisky eintauschen oder bei Geschicklichkeits- und Glücksspielen verwenden konnte. Die Festivalabfüllung war in einer Stunde ausverkauft, nachdem Ardbeg den ursprünglich vorgesehenen Preis dafür nach heftigen Protesten noch in letzter Minute halbiert hatte. Diejenigen von uns, die noch eine Nacht auf Islay verbrachten, vergleichen die Abfüllung mit dem alten 17jährigen Ardbeg, den es nunmehr seit fast 10 Jahren nicht mehr gibt. Die Bilder vom Samstag

Den Sonntag verbrachten wir bei strahlendem Wetter zuerst in Doune Castle, allen Monthy Python Freunden ein Begriff als Kulisse des Films „Die Ritter der Kokosnuss“. Dann ging es weiter nach Edinburgh, wo wir aufgeteilt in Neigungsgruppen sightseeing, shopping oder beer-drinking wählten.

Zusammengefasst war es ein ruhiges Festival. Das schöne Wetter lud uns zu ausgedehnten Wanderungen auf der Insel ein und die Whiskyevents bescherten uns zwar neue aber bestätigten auch alte Erkenntnisse. Wir freuen uns schon auf Feis Ile 2011. Die Bilder vom Sonntag

 

 April 2010                       Treffen der Kiltträger in Graz. Am 30.4 war endlich wieder Gelegenheit zu einem informellen Treffen der Kiltträger in der Steiermark und einige Mitglieder des IWCA und der Kiltsociety fanden sich dazu im Steirerpub ein. Es war dies auch die erste richtige Gelegenheit vom Hausherrn McSchuly die Highlights der „Dressed to Kilt“ Show aus erster Hand erzählt zu bekommen. Thomas Rettl, unser Kiltmacher aus Karanthanien hatte die Idee eine Modeschau rund um Tartans und Kilts in Yew York im Rahmen einer schottischen Woche Anfang April dort zu organisieren und mehr als 20 kiltbegeisterte Freunde und Models begleiteten ihn. Unter ihnen auch McSchuly, der wie immer bei solchen Gelegenheiten durch sein martialisches Outfit herausstach. Abseits der klassischen Kilts begeisterten die gezeigten Modelle besonders durch Kreativität im Design und als sexy Blickfang. McSchuly und die übrigen Alpenhighlander teilten sich die Bühne mit zahlreichen Showgrössen und Schauspielern, wie z.B. Kyle MacLachlan. Auch Vertreter der schottischen Regierung waren vertreten und schließlich ergab sich für Thomas Rettl noch die Gelegenheit mit Sir Sean Connery einen alten Streit – um das Recht Kilts zu tragen – zu schlichten.

Zu den Geschichten aus New York gab es natürlich auch ein wenig Whisky, u.a schon etwas verblasste Reste der ausgestorbenen Black Bottle und eine Kostprobe der Bruichladdich „Dark Art“ Abfüllung.

Einige von uns hatten bereits zum Jahreswechsel Gelegenheit diese Kreation Jim McEwans zu kosten und beschrieben sie damals als: „Dörrpflaumen oder -marillen mit zarten Nelken- und Anistönen in der Nase, Honig am Gaumen mit einem langem Finish„. Die Farbe ist etwas gewöhnungsbedürftig und erinnert an weststeirischen Schilcher. Jim war damals nicht zu bewegen gewesen, weitere Details der Reifung zu erklären und murmelte etwas von Blitzschlag und Energie, die sich in den Fässern manifestierte….Ganz offiziell wissen wir, dass es sich um einen 19jährigen Laddie aus Bourbonfässern handelt, der in ausge-suchten Weinfässern sein Finish bekommen hat und mit 51.3% abgefüllt worden ist. Schlechter Stoff kann es gar nicht sein, schließlich hatte ihn Jim anlässlicher der Hochzeit seiner Tochter an alle Festgäste ausgeschenkt.

Apropos Hochzeit: der eine oder andere Dram wurde nicht zuletzt noch geleert auf das Wohl unserer Mitglieder Marianne und Edi Schwaiger, die an diesem Tag ihren 5.Hochzeitstag feierten…

 

Februar 2010                 Bauernbundball Graz. Über 15.000 Besucher hatte diese größte Ballveranstaltung Europas zu verzeichnen. Warum wird auf dieser Webseite darüber berichtet? Nun, erstmals war die Stadthalle um die neue Halle A erweitert worden und genau diese sollte als Schauplatz dienen für zwei Modeschauen von Rettl Kiltfashion im Rahmen des Bauernbundballs. Das hatte sich bald herumgesprochen und schon tummelten sich alle Kiltträger aus Steiermark und Kärnten hier in dieser Halle. Thomas Rettl hatte einen eigenen Stand eingerichtet und einen Wettbewerb für den schönsten Steirer im Kilt ausgerufen.

Die steirischen Highlander machten dabei durchwegs eine sehr gute Figur und wer keinen Kilt sein eigen nennen konnte, hatte die Möglichkeit sich einen solchen mitsamt dem notwendigen Zubehör kurz auszuborgen und sich dann in Erzherzog-Johann-Pose fotografieren zu lassen. Der Sieger wird von einer Rettl-Jury gekürt werden, wobei das Voting für die Vorauswahl jedem freisteht, der sich auf der Rettl-Webseite die Bilder dazu ansehen und bewerten mag. Helmut „McSchuly“ Schulhofer, der Betreiber des Steirerpubs am Glockenspielplatz in Graz, hatte mit freundlicher Unterstüzung von Diageo einen eigenen Getränkestand gleich daneben, wo sich die steirischen Highlander mit Biervariationen und einer Reihe exklusiver schottischer Whiskies erfrischen konnte. Die beiden Modeschauen zeigten einmal tagestaugliche Kiltmode für Damen und Herren und zu späterer Stunde dann noch Kreationen für den Abend und die Nacht. Thomas Rettl im Interview mit Katrin Lampe erklärte, dass „jeder steirische Jungbauer, der aus welchen Gründen auch immer noch Single ist, einen Preisnachlass von 20% auf Kiltmoden bekommt, um seine Chancen am Heiratsmarkt zu steigern“ 😉

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