Es war sensationell…

 

Unsere Herbstverkostung war wieder sensationell: Bereits die erste Abfüllung, ein Dalmore vom Wemyss (Mocha Spice) erwies sich als voller, komplexer Malt.  In der Nase malzige Töne und Trockenfrüchte. Am Gaumen bleibt ein Geschmack wie nach dem Genuss von Bitterschokolade zurück mit einem Hauch von Rauch.

Der 9jährige Cigar Malt von Douglas Laing, also der Aultmore aus der OMC Serie, war der Grund, jetzt den 12jährigen Bruder zu verkosten. Es hat sich gelohnt. Noch etwas kräftiger und gleichzeitig etwas feiner und eleganter, passt auch dieser perfekt zu einer nicht zu kräftigen Zigarre.

Der Bunnahabhain XXV bringt trotz seiner nur 43% eine wuchtige Fülle mit. Wie ein Früchtekuchen mit Feigen und Rosinen, hinterlässt er auch einen vanillig-cremigen Nachgeschmack. Der ideale Digestiv im Ledersofa.

Die Carn Mor Abfüllung eines 16jährigen Bowmores, zeigt diesen Islay-Malt als ungewöhnlich kräftig mit rauchigen Ecken und Kanten. Auf so einen Bowmore musste man lange warten!

Der Infinity 3.1 von Bruichladdich war nicht nur deutlich getorft, sondern erlaubte auch eine fast unendliche Variation von Aromen zu entdecken. Mit jeder Minute im Glas entwickelte er neue Eindrücke. Ein fantastischer Malt für Entdecker.

Der Himmelsstürmer Ardbeg Galileo ist ungewöhnlich. Die anfängliche Süße wird durch die enorme Rauchfülle bald kompensiert und es bleibt ein etwas salziger Nachklang, der Lust auf mehr (Meer?) macht.

Batch 004 – die neue Fassstärke von Laphroaig ist der ultimative Phenolhammer des Abends und lässt keine (Torf)wünsche offen. Mit etwas Wasser zeigen sich überraschend fruchtige Töne. Der Nachgeschmack hält bis zum nächsten Tag.

Erst weit nach Mitternacht beenden wir unsere Herbstverkostung und lassen ein Schlachtfeld aus 100 Gläsern, etlichen leeren Flaschen und vollen Zigarrenaschenbechern zurück.

Die Tastingline mit Bildern „technischen“ Daten der Abfüllungen stgeht zum Download in der Rubrik SONSTIGES bereit.

Kommentare sind abgeschaltet.