Pflicht für jedes Mitglied in einem Whiskyclub

Irish Whiskey EventWoher kommt das “e” in Whiskey?

Wer hat’s erfunden? Die Iren?

Wo sind die ganzen Destillerien in Irland?

… und warum gibt es in Tennessee keinen Bourbon?

Antworten auf diese Fragen und andere Probleme von Weltrang liefert unser Whiskyseminar am Samstag, 21.2. ab 17:00 im Steirerpub in Graz.

Für Mitglieder eines Whiskyclubs gilt keine Ausrede – dabeisein ist in diesem Fall wirklich alles – 8(!) Abfüllungen aus Irland und Amerika werden verkostet – und dabei erfährt man Dinge…

Noch 6 Plätze verfügbar – Sonderkonditionen für Mitglieder und Freunde des IWCA :)

Am Sonntag hat er Geburtstag

Robert BurnsWährend wir von berühmten Personen in unseren Breiten ja eher Todestage feiern (was eigentlich merkwürdig ist, oder?),  wird in Schottland jedenfalls immer der Geburtstag als Anlass für Feste hergenommen. Am Sonntag, 25.Jänner, jährt sich der Tag, an dem 1759 Robert Burns geboren wurde. Grund genug weltweit für viele Tausende Burns Parties an diesem Wochenende.

Wir, das Islay Whisky Chapter Austria,  feiern den Barden mittlerweile schon zum 9.Mal und traditionellerweise immer eine Woche später. Unsere Burns-Night am Freitag, 30.Jänner ist ausverkauft, erfahrungsgemäß werden aber in den letzten Tagen manchmal einzelne Plätze frei, also lohnt es, sich auf die Warteliste setzen zu lassen.

Wer allerdings dieses Wochenede zu Hause schon stilecht feiern möchte braucht dazu nicht viel:

  • HaggisHaggis (z.B. fertig aus der Dose vom Bobby-Shop in Wien, oder ganz frisch vom Fleischer Mooshammer in Graz)
  • Whisky (jeder der schmeckt, Hauptsache es gibt genug davon – ganz echt wäre allerdings eine Lowland-Abfüllung, das ist die Gegend aus der Robert Burns stammte)
  • und gute Laune  –  Musik & Tanz gehören einfach dazu.

Haggis Rezepte und weitere Burns-Tipps auch in den täglichen “News” auf unserer Webseite.

IWCA News

Whiskyseminar I.I

Nosing GlasZum ersten Mal wieder im neuen Jahr: Unser Whiskyseminar über schottische Single Malts. Wir haben die Tasting Line neu gestaltet und neben altbewährten Abfüllungen auch ein paar neue Single Malts reingenommen. Es soll ja auch für Wiederholungstäter interessant bleiben. Apropos Wiederholung:  für unsere Clubmitglieder gilt weiterhin die Gratis-Teilnahme am Whiskyseminar I.I, die Grundlagen kann man schließlich gar nicht oft genug hören.

Termin ist morgen, Samstag, 17.1. ab 17:00 im Steirerpub.

Gemeinsam mit dem Hausherren McSchuly freuen wir uns schon auf euer zahlreiches Erscheinen!

Islay im Schnee

Ballygrant snowund abgeschnitten vom Festland – wegen starker Stürme gibt es heute wieder keine Fährverbindungen zur Insel – Urin als Whisky verkauft – Haggis Rezepte und Tipps zur Burns-Night in 10 Tagen. Diese und noch viel mehr Berichte findet man in den täglichen News aus Islay, Schottland und der Whiskywelt auf unserer Webseite – einfach “News” anklicken !

Während auf Islay jetzt ganz unüblich viel Schnee liegt – und zwar viel mehr als z.B. im Osten Österreichs – und schwere Stürme die Insel unerreichbar machen, hat  in Blackpool in England ein Mann Whisky “gefälscht”. Er hat eine Wasser-Urin Mischung in leere Whiskyflaschen gefüllt und diese um umgerechnet € 18,- verkauft. An Touristen. Sehr erfolgreich war das Geschäftsmodell nicht, jetzt ist der Mann wegen Verbreitung gesundheitsgefährdenter Stoffe in Haft.

Am 25.Jänner wird der Geburtstag von Robert Burns gefeiert. Musik, Whisky und vor allem Haggis gehören zu einer echten Burns Night. Traditionell serviert mit Kartoffelpüree und Rübenmus oder in einer modernen Variante als Füllung in einer Hühnerbrust oder in Blätterteigtäschchen gebacken. Auch wir ehren den schottischen Dichter und Lebemann, allerdings eine Woche später am Freitag, 30.1.2015 mit einem Burns Supper, das nicht nur alle kulinarischen Ansprüche erfüllen, sondern auch beste Unterhaltung mit dem Entertainer Andrew Hogg liefern wird. Wer sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen will, sollte sich noch rasch für einen Platz hier oder über info@islaywhiskychapter.at anmelden.

Foto:  Ewan Graham, Ballygrant Inn, Islay

Täglich das Neueste !

IWCA NewsAuf unserer Webseite bringen wir jetzt täglich alle interessanten Neuigkeiten aus der Whiskywelt, aktuelles und kurioses von Islay und allgemeine Informationen aus ganz Schottland.

Wie kommt man dazu? Einfach auf den “News” Link auf unserer Webseite klicken und schon bekommt man die gerade aktuellen Tagesnews angezeigt. Dieses tolle Service nennt sich  NYOUZE und ist von unserem kreativen und höchst aktivem Vorstandsmitglied Wolfgang Diethard entwickelt und dem Club zur Verfügung gestellt worden.

Fragen, Anregungen und Änderungsvorschläge nehmen wir gerne jederzeit entgegen, noch befindet sich das Werkzeug in der Testphase und je mehr Feedback wir bekommen, desto besser wird die endgültige Version werden.

Es geht wieder los

Wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden des Islay Whisky Chapters das Beste für 2015 – Bliadhna Matht Ùr !

BurnsDie ruhigen Tage sind vorbei und unser Programm für die ersten Monate 2015 steht schon. Neben den Whiskyseminaren, die wir erstmalig in aufsteigender (!) Reihenfolge durchführen, steht mit unserer Burns Night am Freitag, 30.1. schon der erste Höhepunkt des Jahres an. Haggis, Whisky und schottische Stimmung erwarten die Besucher im Schlossberg-Restaurant.

Alle übrigen Veranstaltungen, Fersehtipps und sonstigen Termine findet man auf unserer Kalender-Seite oder einfach hier klicken …

Jede Menge Whisky

Whisky Galore – der Name ist Programm:  Uisge gu leoir heisst es auf Gälisch und bedeutet frei übersetzt “eine große Menge Whisky”.

In dieser Woche gibt es in Wien, Innsbruck und Graz Whiskypräsentationen, Vorstellungen von Destillerien, Männer in Kilts und vor allem jede Menge Whisky. Wir hatten zwei dieser Veranstaltungen in Graz und durften dabei Single Malts bis zurück in die 70er Jahre verkosten (siehe die beiden vorherigen Beiträge auf dieser Seite).

Gestern wurde in Wien noch eines draufgesetzt. Die Glenfarclas Destillerie wollte irgendwann neben ihren normalen Single Malts auch mal eine Einzelfassabfüllung auf den Markt bringen. Ein Anlass zu Ehren von John Grant I. war bald gefunden und mit 110 Flaschen aus einem 1955 Fass war das Risiko darauf sitzenzubleiben auch nicht sehr groß. Der Ansturm überraschte alle, in wenigen Wochen war auch die letzte Flasche verkauft. Grund genug, eine regelmässige Serie daraus zu machen:   Family Cask.  Ein Fass aus jedem Jahr zwischen 1952 und 1994 sollte es sein. Bei Preisen so zwischen ca. € 200,- und € 2000,- pro Flasche sicher eine Herausforderung für Sammler ;)

Im Jahrhundertbeisl in Wien hatte Mario Prinz vom PotStill gestern ein Tasting angesetzt, bei dem etwa 50 Teilnehmer aktuelle Family Cask Abfüllungen probieren konnten. Ian McWilliam, Glenfarclas Sales Executive, hatte darüber hinaus noch Fassproben mitgebracht, die für künftige Family Cask Abfüllungen vorgesehen sind.  Wir waren also die ersten Verkoster außerhalb der Destillerie, die bisher jemals diese Tröpfchen genießen durften…

Glenfarclas 2005 PotStill EditionGlenfarclas 2005 1st fill Sherry Cask, Potstill Edition 53.5%, 9y, Cask 2455 aus dem Warehouse 24:  dunkel im Glas,  intensive Oloroso-Aromen, der Nachgeschmack erinnert an Manner-Schnitten

Glenfarclas Family Cask 1996Glenfarclas Family Cask 1996, 55.6% Cask 1306: zuerst Kräuter in der Nase (Majoran?),  dann wird es fruchtig, am Gaumen leicht und kurz süß, am Ende dann etwas salzig

Glenfarclas Family Cask 1976Glenfarclas Family Cask 1976, 49.4% Cask 3111, re-fill Butt, 1st Release, sold out: sehr verhalten am Anfang, später kommen doch zarte Früchtekuchenaromen, am Gaumen von allem etwas, aber wenig und am Ende bleibt ein holziger Eindruck übrig – naja

Glenfarclas Cask Sample, 5.1.1997, Cask 1, 57.8% 1st fill Sherry butt, Erstverkostung: Vanillenase, richtig süß, Fudge, Weihnachtskekse, noch mehr Vanille am Ende – toller Weihnachtswhisky

Glenfarclas Cask Sample, 26.9.1986, Cask 3456, 55.5% re-fill Sherry butt, Erstverkostung: Kletzenbrot, süss wie ein klebriges Karamellbonbon, am Ende ist er gleich weg

Glenfarclas Cask Sample, 28.9.1979 Plain Cask Hogshead 8820, 46.4% Erstverkostung:  Marillensensation! Fruchtig, frisch, leicht trocken am Ende – macht Lust auf mehr, für viele der Whisky des Abends

Glenfarclas Cask Sample, 1963, Cask 178, 45.1%, 51y, bereits abgefüllt, wird eines der nächsten Family Casks (zum Preis von ca. £ 1.400 pro Flasche): Dunkles Gold im Glas, dunkle Schokolade am Gaumen, leicht bittere Nuss am Ende

Glenfarclas 1958Glenfarclas Cask Sample, 30.6.1958, Cask 2065, 40.2% (gerade noch legal ;) ist ebenfalls als zukünftige Family Cask Abfüllung vorgesehen (geschätzer Preis dann circa £ 1.700): Dunkler Bernstein im Glas, in der Nase zuerst Vanille-Kokos, dann Mandarine, später Rosine, Butterkekse, Pflaumen – alle paar Minuten kommt ein anderes Aroma und dann ein langes, langes, langes, Ende –  wow!

Wir sind schon gespannt, wie das im nächsten Jahr getoppt werden wird :)

Was Sie schon immer über Glenfarclas wissen wollten und nicht zu fragen gewagt haben

Seit gestern Abend wissen wir alles:

  • Alles über die Familie Grant und zwar über John, George, George, John und George
  • Alles über die Destillerie vom Warehouse No1 bis zu No24
  • Alles über jede abgefüllte Flasche in den letzten 200 Jahren
  • Und auch alles was noch kommen wird…

IanMcWilliam hat uns in Graz besucht und uns etwas mehr als 4(!) Stunden lang mit Fakten und Geschichten aus der Speyside rund um Glenfarclas unterhalten.  Das war nur möglich, weil er auch jede Menge Single Malts von zu Hause mitgebracht hatte ;)

  • Glenfarclas 8y, 40%   als Welcome Dram – gewürzig, aber sehr weich und mild
  • Glenfarclas 12y, 43%   2010 der Beste in seiner Klasse 2010, süß und sanft, einfach “easy drinking”
  • Glenfarclas 15y, 46%   Orangen im Glas, voller Körper und lange anhaltend
  • Glenfarclas 21y, 43%   Vanille und Honig, blumig-elegant, süßer trockener Nachklang
  • Glenfarclas 25y, 43%   kräuterig-fruchtig, sanft und voll, der ideale Digestif
  • Glenfarclas 30y, 43%   DAS Dessert im Glas !
  • Glenfarclas Family Cask 1971, 36y, 57.1%    Dunkel(rote)s Amber, Fruchtexplosion, extrem lange anhaltend – wahrscheinlich die letzte Flasche ihrer Art, schluchz :(

Danke Ian – es war anstrengend aber super ! Hier die Bilder dazu :

Glenfarclas Tasting - ConcentratingGlenfarclas Tasting - CheckingGlenfarclas Tasting - SelectingGlenfarclas Tasting - PresentingGlenfarclas Tasting - NosingGlenfarclas Tasting - LookingGlenfarclas Tasting - LaughingGlenfarclas Tasting - Enjoying Family Cask 1971

Tamdhu vs. Glengoyne

Ein Wettkampf?  Nein, eher muss es heißen Tamdhu und Glengoyne. Antony McCallum-Carron war in Graz und bot uns ein Whiskyseminar der Extraklasse. Tamdhu 10Tamdhu, seit etwa zwei Jahren im Besitz von IanMcLeod war mit viel Engagement wieder in Betrieb genommen worden und wir durften einen “Fresh Spirit” probieren. Mit 70% nicht gerade ein typischer Einsteiger für eine Verkostung, aber die extreme Fruchtigkeit und überraschende Milde begeisterten selbst die vorsichtigen Koster in der Runde. Ganz neu am Markt ein 10jähriger Tamdhu mit 43%, der zur Gänze in frischen Oloroso Sherry-Butts reifen durfte. Ein herausragender Malt, den man in einer Blindverkostung deutlich älter schätzen würde. Er erinnert ein wenig an die früheren Macallans, die auch oft mit Ingwer, Zimt und Honig spielten.

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Glengoyne 18Dann die Glengoynes: Zuerst der 18jährige  –  ein Single Malt einfach zum wegtrinken. Passt für jede Gelegenheit, braucht aber etwas Zeit im Glas um all seine Aromen zu entfalten. Dann aber kommt es ganz dick mit Marille und Apfel in der Nase, nussig und süß zugleich im Abgang. Das langsame Destillieren bei Glengoyne zahlt sich wirklich aus.

Wir vergleichen Cask Strength Abfüllungen: einmal der Batch 2, der extrem fruchtig und mild kommt und im Duft an Himbeeren erinnert und dann der neue Batch 3, fast brutal im direkten Vergleich mit seinen eher klassischen Sherryaromen. Trotz der über 58% in beiden Abfüllungen genügen nur wenige Tropfen Wasser, zuviel wäre schade!

Glengoyne 25Glengoyne 21 Jahre – durften wir vor einigen Jahren direkt in der Destillerie probieren und waren schon damals begeistert. Passend für die kommende Adventzeit oder wenn man Apfelstrudel mag. Viel Frucht und ein zimtiger Nachgeschmack machen süchtig.

Schließlich Glengoyne 25 Jahre. Rotgold in der Flasche. Zuerst wieder die Himbeeren, dann aber ganz stark das Aroma von süß-bitterer Orangenmarmelade. Ein endloser Abgang – dieser Single Malt spielt in einer eigenen Liga – auch preislich ;)

Glengoyne Tasting